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Webhilfe des Marktstammdaten­registers

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FAQ

Was ist das MaStR?

Mit dem Marktstammdatenregister (MaStR) wird ein umfassendes behördliches Register des Strom- und Gasmarktes aufgebaut, das von den Behörden und den Marktakteuren des Energiebereichs (Strom und Gas) genutzt werden kann.

Für viele energiewirtschaftliche Prozesse stellt das einheitliche und vollständige Register eine Vereinfachung und eine deutliche Steigerung der Datenqualität dar. Behördliche Meldepflichten können durch die zentrale Registrierung vereinheitlicht, vereinfacht oder ganz abgeschafft werden. Das MaStR dient damit auch der Entlastung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen bei den zahlreichen Meldepflichten.

Im Marktstammdatenregister tragen sich einerseits die verschiedenen Beteiligten des Energiemarktes ein (die sogenannten Marktakteure), zum anderen stellt das MaStR das zentrale Register für Anlagen im Strom- und Gasbereich dar. Welche Marktakteure und Anlagen registrierungspflichtig sind, wird im Thema genauer beschrieben.

Bei Stammdaten handelt es sich um diejenigen Daten, die sich nicht oder nur selten ändern (z.B. Adressdaten, Kontaktdaten und die Unternehmensform bei Marktakteuren oder Standortangaben und technische Daten bei Anlagen).

Nicht im MaStR erfasst werden die sogenannten Bewegungsdaten, die sich häufig ändern und regelmäßig ermittelt werden (z.B. Zählerstände, Erzeugungsmengen, Speicherfüllstände und Vertragsbeziehungen).

Für eine vollständige Definition aller Datenfelder finden Sie in der Liste der Dokumente mehrere Dateien zum Herunterladen. Darin können Sie nachschlagen, welche Datenfelder für welche Fälle erfasst werden, ob sie vertraulich sind und welche Wertebereiche gelten. Dies ist in der Regel aber nur für Nutzer des relevant.

Wenn Sie dagegen wissen möchten, welche Daten Sie für die Registrierung brauchen, können Sie unsere Registrierungshilfen nutzen.

Die bisher bestehenden Register sind unvollständig und haben oftmals keine ausreichende Datenqualität. Zudem wird durch die Existenz verschiedener Register für verschiedene Zwecke der notwendige Austausch von wichtigen Informationen rund um die Energieversorgung erschwert. Das MaStR wird das erste umfassende Register sein, das den gesamten Energiemarkt abbildet.

Durch das MaStR werden das Anlagenregister und das PV-Meldeportal der Bundesnetzagentur zusammengefasst. Nach dem Start des MaStR-Webportals werden deshalb beide Systeme eingestellt und ihre Funktion komplett vom MaStR übernommen.

Weitere Informationen:

Am 1. Juli 2017 ist die „Verordnung über das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten - Marktstammdatenregisterverordnung" (kurz MaStRV) in Kraft getreten. In dieser Verordnung ist geregelt, wer sich als Person oder Organisation registrieren muss und welche Anlagen gemeldet werden müssen.

Die gesetzlichen Grundlagen für die MaStRV finden sich im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) §§ 111e und 111f.

Seit 21.11.2018 ist außerdem die Novellierung der MaStRV gültig. Hierin wurden insbesondere die Fristenregelungen angepasst, was durch den verzögerten Start des Webportals notwendig wurde.

Unter folgendem Link kann die Verordnung eingesehen werden: http://www.gesetze-im-internet.de/mastrv/.

Nein. Die Registrierung ist gebührenfrei.

Im Rahmen mehrerer Workshops und zahlreicher bilateraler Gespräche wurde das Konzept des Marktstammdatenregisters gefestigt und weiterentwickelt. Die Historie des MaStR ist auf der Internet-Seite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Im Marktstammdatenregister werden MaStR-Nummern u. a. für Marktakteure, Marktrollen und Anlagen vergeben. Die Nummer besteht aus drei Buchstaben und zwölf Ziffern. Über die Buchstaben ist erkennbar, um was es sich dabei handelt, zum Beispiel "ABR" für einen Anlagenbetreiber oder "SEE" für eine Stromerzeugungsanlage.

Durch die eindeutige Nummer wird es in Zukunft einfacher, Ihre einmal erfassten Daten anderen Behörden oder Marktakteuren zur Verfügung zu stellen. Im Idealfall geben Sie nur noch Ihre MaStR-Nummer an und der Empfänger kann die Daten Ihrer Anlage über das MaStR abrufen.

Die MaStR-Nummern für Ihren Marktakteur und Ihre Anlage werden mit der Registrierung erzeugt und Ihnen angezeigt. Sie können sich diese gerne notieren; sie stehen Ihnen aber auch jederzeit im Portal zur Verfügung und sind Teil der Meldebescheinigung, die Sie nach der Registrierung einer Einheit herunterladen können.

Weitere Informationen: Nummernkonzept (Stand September 2018) (pdf / 83 KB)

Wer muss sich registrieren?

Marktakteure: Personen, Behörden und Organisationen, die bestimmte Funktionen im Energiemarkt wahrnehmen, sind verpflichtet, sich im MaStR zu registrieren. Die größten Gruppen sind dabei die Betreiber der Strom- und Gasnetze sowie die Betreiber von Strom- oder Gaserzeugungsanlagen. Eine vollständige Auflistung bietet der Abschnitt Welche Marktakteure sind zur Registrierung verpflichtet?
Siehe auch

Anlagen: Generell müssen alle aktiven, ans Netz angeschlossenen Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Gas registriert werden. Dies betrifft auch oder . Verbrauchsanlagen sind nur registrierungspflichtig, wenn diese an das Hoch- oder Höchstspannungsnetz (Strom) bzw. das Fernleitungsnetz (Gas) angeschlossen sind.
Siehe auch Welche Anlagen müssen registriert werden?

Ja, nach dem Start des MaStR-Webportals müssen sich alle Anlagenbetreiber erneut registrieren, auch wenn bereits eine Meldung in früheren Registern der Bundesnetzagentur erfolgt ist. Aufgrund von Datenschutzauflagen ist es nicht möglich, Ihnen Ihre bestehenden Daten im MaStR-Webportal zur Übernahme anzubieten.

Mit Start des MaStR-Webportals sind diejenigen Stromlieferanten zur Registrierung im MaStR verpflichtet, die Dritte aus einem Bilanzkreis beliefern. Dies sind also ausschließlich Stromlieferanten, die Strom unter Nutzung des Netzes der allgemeinen Versorgung oder eines geschlossenen Verteilernetzes liefern.

Was ist im MaStR zu registrieren?

Registriert werden muss/müssen

  • jede Stromerzeugungsanlage, die unmittelbar oder mittelbar an ein Stromnetz angeschlossen ist oder werden soll, und
  • jede Gaserzeugungsanlage, die unmittelbar oder mittelbar an ein Gasnetz angeschlossen ist oder werden soll.
  • Verbrauchsanlagen, wenn diese an das Hoch- oder Höchstspannungsnetz (Strom) bzw. das Fernleitungsnetz (Gas) angeschlossen sind.

Eine Mindestgröße ist nicht vorgesehen, d.h. dass beispielsweise auch kleine Balkon-Solaranlagen registriert werden müssen.

Weitergehende Informationen bietet der Abschnitt: Welche Anlagen müssen registriert werden?

Ja, nach dem Start des MaStR-Webportals müssen alle Anlagenbetreiber sich und ihre Anlagen erneut registrieren, auch wenn bereits eine Meldung in früheren Registern der Bundesnetzagentur erfolgt ist. Aufgrund von Datenschutzauflagen ist es nicht möglich, Ihnen Ihre bestehenden Daten im MaStR-Webportal zur Übernahme anzubieten.

Als „Einheiten“ werden ortsfeste technische Einrichtungen bezeichnet, die Strom bzw. Gas erzeugen, speichern oder verbrauchen. In den meisten Fällen ist bei der Stromerzeugung unter einer Einheit ein „Generator“ zu verstehen.

Viele Stromerzeugungsanlagen bestehen aus genau einer Einheit, z.B. einem einzelnen Windrad. Es gibt aber auch große Stromerzeugungsanlagen, die aus mehreren Einheiten zusammengesetzt sind, z.B. Wasserkraftwerke mit mehreren Turbinen oder Biomasseanlagen mit mehreren Generatoren. Im Bereich Photovoltaik werden die Module .

Eine Registrierung von Einheiten in der Entwurfs- oder Errichtungsphase, deren Inbetriebnahme geplant ist (Projekte), ist nach der MaStRV verpflichtend, wenn diese eine Zulassung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz oder dem Windenergie-auf-See-Gesetz benötigen.

Für die Teilnahme an Ausschreibungen kann sich eine Registrierungspflicht für die Genehmigung von geplanten Biomasseanlagen aus dem EEG ergeben.

Die Registrierung dieser Einheiten muss innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Zulassung zusammen mit der erteilten Zulassung erfolgen.

Andere geplante Anlagen können auf freiwilliger Basis ebenfalls vor der Inbetriebnahme im MaStR registriert werden.

Ja, für die Registrierungspflicht im MaStR gibt es keine Altersgrenze für Anlagen. Alle Anlagen, die noch genutzt werden, müssen unabhängig von ihrem Inbetriebnahmedatum im MaStR registriert werden.

Notstromaggregate müssen registriert werden, wenn diese ortsfest sind und im Netzparallelbetrieb gefahren werden können. Dies bedeutet, dass das Notstromaggregat bei einem Ausfall des Stromnetzes die Versorgung der Kundenanlage ganz oder teilweise übernehmen kann.

Notstromaggregate werden als Stromerzeugungseinheit erfasst. Je nach der verwendeten Technik handelt es sich dann um den Typ "Batteriespeicher" oder "Verbrennungseinheit".

Ja, allerdings nur, wenn diese an das Hoch- oder Höchstspannungsnetz (Strom) bzw. das Fernleitungsnetz (Gas) angeschlossen sind. Ansonsten muss keine Meldung im MaStR erfolgen. Normale Wohnhäuser sind an das Niederspannungs- bzw. Niederdrucknetz angeschlossen und damit nicht betroffen. Die Regelung betrifft also überwiegend industrielle Großverbraucher.

Bei der Registrierung von Verbrauchseinheiten können Einheiten, die über Strom- oder Gasleitungen miteinander verbunden sind und über gemeinsame Netzanschlusspunkte versorgt werden, summarisch als eine Verbrauchseinheit erfasst werden.

Siehe auch: Welche Anlagen müssen registriert werden?

Ja, alle Einheiten, die Strom oder Gas speichern und mittelbar oder unmittelbar an das Netz angeschlossen sind, müssen registriert werden. Dies gilt insbesondere für Batteriespeicher im Zusammenhang mit einer Solaranlage.

Die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen auch Speicherbatterien in der Funktion als USV („Unterbrechungsfreie Stromversorgung“) registriert werden müssen, ist zurzeit noch in Klärung. Bitte warten Sie noch mit der Registrierung von USV-Geräten. Es gelten auch hier längere Fristen für die Meldung, so dass sich aus dem Warten für Sie keine Nachteile ergeben.

Eine Registrierung im MaStR ist für diese Stromspeicher trotzdem notwendig, denn es handelt sich um eine Meldepflicht nach der MaStR-Verordnung. Eine Registrierung in einem anderen Register kann diese Meldepflicht nicht ersetzen.

Zukünftig soll die Registrierung im MaStR helfen, solche Doppelmeldungen zu verhindern: Beim Speichermonitoring wird künftig voraussichtlich nur noch die zu nennen sein.

Nein. Elektrofahrzeuge mit ihren Batteriespeichern sind nicht ortsfest. Nur ortsfeste Einheiten müssen nach der Marktstammdatenregisterverordnung registriert werden.

Auch Ladesäulen/Ladepunkte müssen nicht im MaStR registriert werden. Bei Ladesäulen/Ladepunkten handelt es sich um Stromverbrauchseinheiten. Diese müssen nur dann im MaStR registriert werden, wenn sie an die Hoch- oder Höchstspannungsebene angeschlossen sind. Dies ist bei Ladesäulen in der Regel nicht der Fall.

Wie stellt das MaStR Daten bereit?

Nein.

Personenbezogene Daten und als nach der Markt­stammdaten­register­verordnung (MaStRV) vertraulich eingestufte Daten, z.B. genaue Standortdaten von Anlagen kleiner 30 kW(p), werden nicht veröffentlicht.

Unter bestimmten Umständen werden auch vertrauliche Daten anderen Marktakteuren bereitgestellt (sogenannte Datenfreigabe); dies ist erforderlich für die Durchführung gesetzlicher Pflichten.

Siehe hierzu auch: Schutz und Freigabe vertraulicher Daten

Bitte beachten Sie: Wenn Sie vertrauliche Daten in Felder eingeben, die veröffentlicht werden, sind diese nicht geschützt (z.B. wenn Sie Ihren Namen zur Benennung der Anlage verwenden oder eine private E-Mail-Adresse für Ihre Firma angeben). Darauf werden Sie an den entsprechenden Stellen bei der Registrierung im Webportal auch hingewiesen.

Viele der Daten des MaStR werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Sie können diese also ohne Erstellung eines Benutzerkontos im MaStR-Webportal einsehen. Unter den Menüpunkten "Einheiten" und "Marktakteure" werden diese öffentlichen Daten bereitgestellt und können nach verschiedenen Kriterien durchsucht bzw. gefiltert werden.

Ein automatischer Abruf der öffentlichen Daten des MaStR ist außerdem über den möglich, diese Funktion steht aber nur angemeldeten Nutzern zur Verfügung.

Vertrauliche Daten sind aus den öffentlichen Ansichten ausgenommen, siehe hierzu

Dies erfolgt durch verschiedene Maßnahmen:

  • Für bestimmte Marktfunktionen erfolgt nach der Registrierung eine Legitimierung. Hierbei wird die Korrektheit der Daten durch die Bundesnetzagentur überprüft.
  • Nach der Registrierung einer Einheit oder Anlage und auch bei späteren Datenänderungen wird der Netzbetreiber aufgefordert, die Daten zu prüfen und ggf. gegen den eigenen Datenbestand abzugleichen.

Weitere Informationen:

Ja, hierfür kann der MaStR-Webdienst genutzt werden. Diese Funktion steht nur registrierten Benutzern zur Verfügung. Weitere Informationen:

Für kleine Auswertungen kann man über die Oberfläche auch vorgefilterte Daten in einem Excel-lesbaren Format exportieren. Es gibt ein Datensatz-Limit von 5000 Einträgen. Deswegen sollten die Filtermöglichkeiten genutzt werden, um die Menge der abgefragten Daten entsprechend einzuschränken.

Einen Vollauszug über alle Datensätze wird es erst im Anschluss an die Befüllung des Registers mit Bestandseinheiten geben, die nach September 2018 in Betrieb genommen wurden. Der Vollauszug soll täglich in einem separaten Bereich des Markt­stammdaten­registers bereitgestellt werden.

Wie registriere ich mich?

Um die Registrierung zu vereinfachen, bietet das MaStR zwei Assistenten an, welche durch die verschiedenen Schritte führen. Der Assistent für Anlagenbetreiber ist gedacht für Privatpersonen oder kleine Unternehmen, die sich ausschließlich als Betreiber einer Anlage (insbesondere Stromerzeugungs­anlagen) registrieren wollen. Siehe auch: und

Der Assistent für allgemeine Marktakteure wird für alle anderen Fälle genutzt, z.B. für größere Unternehmen, andere Marktfunktionen oder die Nutzung des Webdienstes. Siehe auch:

Die Registrierung erfolgt in drei Schritten:

  1. Zu Beginn legen Sie ein Benutzerkonto für Sie als Person an. Hiermit können Sie sich ab sofort im MaStR-Webportal anmelden.
  2. Sie registrieren den Betreiber der Anlage. Dies können Sie als Privatperson sein oder Ihr Unternehmen/Gewerbe. Anlagenbetreiber sind eine besondere Form des Marktakteurs.
  3. Sie registrieren Ihre Anlage.

Um die Registrierung möglichst reibungslos zu machen, sollten Sie die erforderlichen Daten bzw. Unterlagen zur Hand haben. Siehe hierzu

Hinweis: Ihr Benutzerkonto ist immer Teil eines sogenannten MaStR-Zugangs, welcher um oder ergänzt werden kann. In den meisten Fällen jedoch sind Benutzer, MaStR-Zugang und Marktakteur identisch.

Die Registrierung erfolgt in drei Schritten:

  1. Zu Beginn legen Sie ein Benutzerkonto für Sie als Person an. Hiermit können Sie ab sofort im MaStR-Webportal anmelden.
  2. Sie geben Daten zu Ihrem MaStR-Zugang an - entweder ebenfalls Sie als Person oder die Organisation, für die Sie die Registrierung vornehmen.
  3. Sie legen einen oder mehrere Marktakteure innerhalb des MaStR-Zugangs an - je wahrgenommener Marktfunktion einen.

Die Datenerfassung der angelegten Marktakteure können Sie selbst vornehmen und diese auch registrieren. Alternativ können Sie dem MaStR-Zugang hinzufügen und die Datenerfassung an diese abgeben.

Um sich im MaStR zu registrieren, sollten Sie folgende Daten bereithalten:

  • Für den Benutzer: Name, E-Mail-Adresse und Geburtsdatum.
  • Für Marktakteure inkl. Anlagenbetreiber: Adress- und Kontaktdaten.
    Für Unternehmen zusätzlich, wo zutreffend, Steuernummer und Registernummer (Handels-, Vereins- oder andere Register)
  • Für Anlagen: Standort, verschiedene technische Merkmale je Anlagentyp, Angaben zum Netzanschluss.
    Wo zutreffend zusätzlich Angaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) oder zu Genehmigungen.

Da sich die Daten für die Registrierung je nach Art der Anlage stark unterscheiden, finden Sie hier verschiedene Registrierungshilfen, die Ihnen helfen, die Registrierung vorzubereiten und alle nötigen Unterlagen zur Hand zu haben.

Der Registrierungsassistent ist in mehrere Schritte gegliedert. Beim Wechsel in den nächsten Schritt werden automatisch alle Daten zwischengespeichert. Sie stehen auch zur Verfügung, wenn Sie die Registrierung unterbrechen und später fortsetzen möchten.

So lange die Registrierung der Anlage nicht abgeschlossen ist, ist diese nicht in den öffentlichen Listen sichtbar (Systemstatus "unvollständig").

Die Registrierung kann auch von einer anderen Person übernommen werden, zum Beispiel durch Ihre Kinder oder den Installateur, der Ihre Anlage installiert hat. Diese Person legt dann ein eigenes Benutzerkonto an, registriert aber Sie als Anlagenbetreiber und Ihre Anlage. Sie müssen diese andere Person jedoch bevollmächtigen und sich versichern, dass alle für die Registrierung vorliegen.

Am Ende der Registrierung kann eine Meldebescheinigung heruntergeladen werden, diese sollten Sie sich von Ihrem Vertreter aushändigen lassen.

Es gelten unterschiedliche Fristen. Sie finden eine ausführliche Auflistung in dem Hilfebereich Fristen.

Für EEG-Anlagen (einschließlich EE-Stromspeicher) und KWK-Anlagen gilt in der Regel

* Anlagen, die im Übergangszeitraum nur als Projekt registriert wurden, müssen bei Inbetriebnahme im MaStR-Webportal neu registriert werden. Es gilt die Frist von einem Monat nach Inbetriebnahme der Anlage.

** Dafür ist eine Anmeldung im MaStR-Webportal unter www.marktstammdatenregister.de und eine erneute Eintragung aller Betreiber- und Anlagendaten im MaStR-Webportal notwendig. Die Bundesnetzagentur gewährt den Betreibern Zeit bis zum 31.1.2021, um diese Eintragung vorzunehmen.

Art der Anlage
Inbetriebnahmedatum
Registrierungsfrist
Anmerkung
EEG- und KWK-Anlangen
vor dem 1. Juli 2017
31. Januar 2021
24 Monate nach dem Start des Webportals
EEG- und KWK-Anlangen
ab dem 1. Juli 2017
1 Monat nach Inbetriebnahme der Anlage
Abweichende Regelung für zwischen 1.7.2017 und 31.1.2019 registrierte EEG- und KWK-Anlagen in Betrieb*
nicht relevant
Eintragung im Webportal bis 31. Januar 2021
Anlage gilt als registriert im Sinne der MaStRV, fehlende Daten müssen jedoch im Webportal nachgetragen werden**

Für allen anderen Einheiten und Anlagen gilt:

Inbetriebnahmedatum
Reigistrierung bis
Anmerkung
vor dem 1. Juli 2017
31. Januar 2021
24 Monate nach dem Start des Webportals
ab dem 1. Juli 2017
31. Juli 2019
6 Monate nach Start des Webportals

Projekte

Projekte müssen innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Zulassung zusammen mit der erteilten Zulassung registriert werden.
Anlagen, für die keine Zulassung nach Bundesrecht notwendig ist, haben keine Registrierungspflicht nach der MaStRV und damit auch keine Registrierungsfrist.

Datenänderungen

Änderungen, die die im Marktstammdatenregister eingetragenen Daten betreffen, müssen innerhalb eines Monats nach ihrem Eintritt im Marktstammdatenregister registriert werden.

Die Anschlussnetzbetreiber informieren Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen schriftlich über das Marktstammdatenregister.
Die Betreiber anderer Arten von Anlagen werden nicht aktiv über die Meldepflicht informiert.

Nein. Es ist zwar zutreffend, dass gesetzlich das einzelne Modul als „eine einzelne Anlage“ aufgefasst wird, im MaStR erfolgt aber eine gemeinsame Erfassung nach der folgenden Regel:

Alle Module, die von demselben Betreiber gleichzeitig am selben Standort in Betrieb genommen werden, werden in einem Schritt registriert. Auf die Modultypen kommt es dabei nicht an.

Eine Erfassung einzelner Module ist im MaStR nicht vorgesehen.

Im MaStR müssen beide Anlagen separat registriert werden. Registrieren Sie hierfür zunächst die PV-Anlage als "Stromerzeugungseinheit". Nach dem Abschluss der Registrierung wählen Sie die Option "Weitere Einheit erfassen" (am Ende des Assistenten oder in der Übersicht Ihrer registrierten Einheiten auf der Startseite) und registrieren dann den Speicher als "Stromspeichereinheit".

Meine Daten haben sich geändert

Melden Sie sich im MaStR-Webportal mit Ihrem Benutzerkonto an. Von der Startseite aus können Sie den betroffenen Marktakteur oder die betroffene Einheit öffnen. Bei einer Einheit wählen Sie zunächst den Reiter, dessen Daten geändert werden müssen. Beim Marktakteur ist dies nicht erforderlich. In beiden Fällen finden Sie im oberen rechten Bereich einen Button "Bearbeiten". Wenn Sie die geänderten Daten speichern, kann unter Umständen eine neue gestartet werden, falls es sich um eine für den Netzbetreiber relevante Änderung gehandelt hat.

Wenn sich der Betriebsstatus einer Anlage ändert, muss dies ebenfalls gemeldet werden. Siehe bzw. Meldung einer .

Melden Sie sich im MaStR-Webportal mit Ihrem Benutzerkonto an. In der Liste Ihrer registrierten Einheiten (auf der Startseite oder im Hauptmenü unter "Einheiten") können Sie die betroffene Einheit öffnen. In der Detailansicht der Einheit finden Sie oben rechts den Button zur Meldung der Inbetriebnahme (nur bei Einheiten mit Betriebsstatus "in Planung").

Dies startet den Assistenten zur Inbetriebnahme, welcher Sie, ähnlich wie bei der Registrierung, durch die verschiedenen Datenformulare der Einheit führt. Einerseits können Sie so noch einmal alle Angaben zur Einheit prüfen und diejenigen anpassen, die sich während der Errichtung eventuell geändert haben. Andererseits sind bestimmte Angaben erst mit der Meldung der Inbetriebnahme verpflichtend, diese müssen Sie nun also ggf. ergänzen.

Am Ende des Assistenten wird die Anlage als "in Betrieb" registriert. Hierdurch werden die geänderten Daten öffentlich und der Prozess der startet.

Siehe auch:

Wenn eine registrierte Anlage nicht mehr weiter betrieben wird, muss die Stilllegung auch im MaStR gemeldet werden. Dies kann als vorübergehende oder dauerhafte Stilllegung geschehen.

Melden Sie sich hierfür im MaStR-Webportal mit Ihrem Benutzerkonto an. In der Liste Ihrer registrierten Einheiten (auf der Startseite oder im Hauptmenü unter "Einheiten") können Sie die betroffene Einheit öffnen. In der Detailansicht der Einheit finden Sie oben rechts den Button zur Meldung der Stilllegung (nur bei Einheiten mit Betriebsstatus "in Betrieb").

Im folgenden Formular geben Sie Art und Zeitpunkt der Stilllegung an. Mit der Bestätigung wird dann die Stilllegung registriert. Die Einheit kann danach nicht mehr bearbeitet, aber ggf. wieder in Betrieb genommen werden (nur bei Auswahl "vorübergehende Stilllegung"). Bei dauerhafter Stilllegung kann die Zuordnung zu Ihnen als Anlagenbetreiber anonymisiert werden.

Die Löschung Ihres Marktakteurs können Sie selbst vornehmen, allerdings nur, wenn diesem keine relevanten Objekte, wie z.B. aktive Anlagen, angehängt sind. Die Option hierzu finden Sie oben rechts in der Detailansicht des Marktakteurs unter "Weitere Aktionen".

Zum Start des MaStR-Webportals steht noch keine Löschfunktion für Einheiten zur Verfügung. Diese wird mit den fortlaufenden Erweiterungen des Portals bereitgestellt. Die Löschung wird dann wie folgt möglich sein:

Die Löschung einer Anlage durch den Anlagenbetreiber ist nur so lange möglich, wie die Registrierung noch nicht abgeschlossen wurde. Für eine vollständig registrierte Anlage kann eine Löschung durch den Anlagenbetreiber nur noch beantragt werden. Eine Löschung ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen (z.B. bei einer gänzlich fehlerhaften Registrierung) und kann nur durch die Bundesnetzagentur vorgenommen werden. Allerdings steht auch die Funktion zur Beantragung der Löschung zu Beginn des MaStR-Webportals noch nicht zur Verfügung und wird beim weiteren Ausbau des Portals bereitgestellt.

Bis zur Bereitstellung der Löschfunktion müssen Sie die Löschung einer Einheit beim Marktstammdatenregister formlos beantragen. Verwenden Sie dazu bitte das Kontaktformular unter www.marktstammdatenregister.de/kontakt.

Stilllegung: Wenn die Einheit an sich korrekt registriert wurde, aber nicht mehr weiter betrieben wird, wird keine Löschung vorgenommen, sondern eine .

Wenn Sie als alter Betreiber noch keine Registrierung der Anlage im MaStR-Webportal vorgenommen hatten, kann der neue Betreiber sich und die Anlage ganz regulär im MaStR registrieren.

Wenn die betroffene Anlage zum Zeitpunkt des Betreiberwechsels bereits im MaStR-Webportal registriert wurde, dann ist die Funktion „Betreiberwechsel registrieren“ auf der Startseite des MaStR-Webportals zu verwenden.

Achtung! Zum Start des MaStR-Webportals ist die Funktion zur Registrierung eines Betreiberwechsels noch nicht aktiv. Diese wird mit den fortlaufenden Erweiterungen des Portals bereitgestellt. Bis dahin werden die Anlagenbetreiber gebeten, mit der Registrierung des Betreiberwechsels zu warten. Aus der ggf. verspäteten Registrierung des Betreiberwechsels ergeben sich für die Anlagenbetreiber keine Nachteile.

Wenn die Anlage an einen anderen Betreiber übergeht, z.B. beim Verkauf eines Eigenheims mit Solaranlage auf dem Dach, müssen Sie einen Betreiberwechsel im MaStR registrieren. Bitte beachten Sie: Es genügt nicht, die Namens- und Adressdaten des Anlagenbetreibers zu ändern. Der neue Betreiber muss sich mit einem eigenen Benutzerkonto selbst registrieren.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie im Hilfebereich Betreiberwechsel im MaStR.

Registrierung des Umzugs oder des Splittens einer PV-Anlage

Hinweise vorab:
  • In allen Fällen ist als Inbetriebnahmedatum stets nur das erstmalige Inbetriebnahmedatum der Anlage (der Module) am ersten Standort einzutragen.
  • Die Registrierungsschritte unterscheiden sich geringfügig, wenn die Anlage nach der Veränderung erstmalig im MaStR-Webportal eingetragen wird (Ausgangssituation 1) bzw. wenn sie bereits registriert ist (Ausgangssituation 2).
Ausgangssituation 1:
Die PV-Anlage war bisher nur im PV-Meldeportal oder gar nicht registriert.
Umzug der gesamten PV-Anlage an einen neuen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber registriert die Stromerzeugungseinheit (SEE) im MaStR mit den neuen Standortdaten. Dabei wird durch den Registrierungsassistenten auch eine EEG-Anlage zur SEE angelegt.
  • Das Inbetriebnahmedatum der Stromerzeugungseinheit und der EEG-Anlage ist gleich: für beide Daten ist das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme der Module am ersten Standort einzutragen.
  • Angaben zum bisherigen Standort und zum Zeitpunkt des Umzugs sind nicht zu registrieren.
Splitten der PV-Anlage (Aufteilung der Module auf zwei Standorte):
Am bisherigen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber registriert die PV-Anlage als Stromerzeugungseinheit (SEE) im MaStR mit den bisherigen Standortdaten mit dem neuen (reduzierten) Leistungswert der verbliebenen Module. Dabei wird durch den Registrierungsassistenten auch eine EEG-Anlage zur SEE angelegt.
  • Das Inbetriebnahmedatum der Stromerzeugungseinheit und der EEG-Anlage ist gleich: für beide Daten ist das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme der Module am ersten Standort einzutragen.
Am neuen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber registriert für den neuen Standort der Module eine weitere Stromerzeugungseinheit. Dabei wird durch den Registrierungsassistenten auch eine EEG-Anlage zur SEE angelegt.
  • Als Inbetriebnahmedatum der weiteren Stromerzeugungseinheit (und damit auch der weiteren EEG-Einheit) ist das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme der Module am ersten Standort einzutragen.
Ausgangssituation 2: Die PV-Anlage ist im MaStR als Stromerzeugungseinheit registriert: Es liegen eine MaStR-Nr. beginnend mit SEE und eine MaStR-Nr. beginnend mit EEG vor.
Umzug der gesamten PV-Anlage an einen neuen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber ändert die Angaben zum Standort der Stromerzeugungseinheit (SEE).
  • Das Inbetriebnahmedatum der Stromerzeugungseinheit und der EEG-Einheit bleibt unverändert das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme der Module am ersten Standort.
Beim Splitten der PV-Anlage (Aufteilung der Module auf zwei Standorte):
Am bisherigen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber registriert die Reduzierung der Leistung der alten Anlage. Dazu verwendet er erstens den Leistungsänderungs-Dialog auf dem Reiter „technische Daten“ bei der Stromerzeugungseinheit und trägt zweitens die neue (reduzierte) Leistung der PV-Anlage auch auf dem Reiter „EEG-Anlage“ ein.
Am neuen Standort:
  • Der Anlagenbetreiber registriert für den neuen Standort der Module eine weitere Stromerzeugungseinheit. Dabei wird durch den Registrierungsassistenten auch eine weitere EEG-Anlage zur SEE angelegt.
  • Als Inbetriebnahmedatum der weiteren Stromerzeugungseinheit (und damit auch der weiteren EEG-Einheit) ist das Datum der erstmaligen Inbetriebnahme der Module am ersten Standort einzutragen.

Netzbetreiberprüfung und Datenkorrektur

Im Rahmen der Registrierung einer neuen oder bestehenden Anlage wird der Anschlussnetzbetreiber automatisch von der Bundesnetzagentur aufgefordert, die von Ihnen eingetragenen Daten mit den Daten abzugleichen, die ihm zu der Anlage und zum Anlagenbetreiber vorliegen („Netzbetreiberprüfung“). Dies dient dazu, fehlerhafte Eingaben zu erkennen, aber auch, den Datenbestand des Netzbetreibers mit dem des MaStR abzugleichen (zum Beispiel könnte sich Ihr Name geändert haben).

Falls der Netzbetreiber bei der Prüfung eine Abweichung feststellt, wird er den Anlagenbetreiber zur Korrektur der Daten auffordern, siehe hierzu

Die Überprüfung kann auch ergeben, dass der Anlagenbetreiber den falschen Anschlussnetzbetreiber für seine Anlage ausgewählt hat. Der prüfende Netzbetreiber fordert dann zu einer Korrektur auf. Siehe hierzu auch: und

Zum Thema Netzbetreiberprüfung gibt es auf der Webhilfe des MaStR auch zwei Dokumente für Anlagenbetreiber mit genauen Anleitungen.

Die Daten Ihres Marktakteurs und Ihrer Anlage werden nach der Registrierung durch den Netzbetreiber überprüft. Falls hierbei eine Abweichung festgestellt wird, werden Sie zur Korrektur der Daten aufgefordert. Dies geschieht, in dem Ihnen im MaStR ein sogenanntes Ticket zugewiesen wird. Darin werden Sie über die abweichenden Daten informiert und wie Sie reagieren können. In der Regel handelt es sich um unstrittige Abweichungen wie Vertipper oder ein fehlendes Komma, die Sie einfach ändern können.

Siehe hierzu auch:

Am Ende der Registrierung der Anlage wählt der Anlagenbetreiber den Anschlussnetzbetreiber für seine Anlage aus. Diese Auswahl kann fehlerhaft sein. Dann kann der ausgewählte Netzbetreiber keine Prüfung der Anlagendaten durchführen. In diesem Fall löst er eine „Aufforderung zur Netzbetreiberkorrektur“ aus.

Ziel dieser Aufforderung ist, dass der Anlagenbetreiber prüft, ob er den richtigen Netzbetreiber ausgewählt hat. In den meisten Fällen muss der Anlagenbetreiber einen anderen Netzbetreiber auswählen.

Siehe hierzu auch:

Der Status der Netzbetreiberprüfung gibt an, in welchem Schritt sich der zugehörige Ticketprozess befindet. Dadurch wird deutlich, ob die Anlage derzeit noch in Prüfung ist, bereits geprüft wurde oder eine weitere Klärung (Aufforderung zur Datenkorrektur) erforderlich ist.

Im seltenen Fall, dass für eine Anlage mehr als ein Netzbetreiber zuständig ist, wird der am wenigsten fortgeschrittene Ticketprozess für den Gesamtstatus verwendet.

Wenn im MaStR-Webportal Handlungsbedarf entsteht, wird ein sogenanntes Ticket, also eine Art Aufgabe oder "ToDo" für Sie angelegt. Hierüber werden Sie per E-Mail benachrichtigt. Wenn Sie eine solche Benachrichtigung erhalten, melden Sie sich im MaStR-Webportal mit ihrem Benutzerkonto an. Im Hauptmenü unter "Ticketprozesse > Anstehende Ticketprozesse" sehen Sie alle Tickets, die für Sie zur Bearbeitung vorliegen. Sie können das Ticket aus der Liste heraus öffnen und finden darin eine Beschreibung des Anlasses und was für Sie zu tun ist, um das Ticket zu bearbeiten.

Hierzu gibt es auf der Webhilfe des MaStR auch zwei Dokumente für Anlagenbetreiber mit genauen Anleitungen.

Informationen für Netzbetreiber

Für die Netzbetreiber wurden ein Handbuch zur Netzbetreiberprüfung sowie eine Liste aller Daten, welche geprüft werden sollen, erstellt. Beide Dokumente finden Sie im Hilfebereich Information für Netzbetreiber.

Sie können die Netzbetreiberprüfung entweder im MaStR-Webportal durchführen oder per Webdienst, siehe dazu die .

Für die Automatisierung der Netzbetreiberprüfung steht der MaStR-Webdienst zur Verfügung. Dieser ermöglicht den maschinellen Abruf der zu prüfenden Daten sowie die Rückmeldung der Prüfergebnisse. Die Nutzung des Webdienstes ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie größere eigene IT-Systeme mit den entsprechenden Daten zu Anlagen und Anlagenbetreibern haben.

Siehe hierzu auch die .

Grundsätzlich sollen die Daten der Netzbetreiber nicht durch die Angaben aus dem MaStR erst befüllt werden. Die Netzbetreiber sollten Kenntnis haben über die jeweiligen Einheiten/Anlagen und die entsprechenden Daten, die im Rahmen der Netzbetreiberprüfung zu prüfen sind. Da es auch aus Sicht der Bundesnetzagentur nicht sinnvoll ist, für Bestandsanlagen umfangreiche Nacherhebungen der zahlreichen im MaStR enthaltenen Daten zu machen, ist der Umfang der Daten in der Netzbetreiberprüfung für diese Einheiten/Anlagen im Rahmen der Novellierung der MaStR-Verordnung bereits eingeschränkt worden. Der Ausgangspunkt dieser Reduzierung war die Überlegung, dass die nun netzbetreiberprüfungsrelevanten Daten den Netzbetreibern zu jeder bestehenden und neuen Anlage im Rahmen ihrer allgemeinen Aufgaben vorliegen sollten.

Insbesondere gilt: Wenn Netzbetreiber durch die Registrierung im MaStR erstmals Kenntnis von Einheiten/Anlagen (z.B. KWK-Anlagen oder Stromspeicher) erlangen, gehört es zur Netzbetreiberprüfung, zu verifizieren, ob diese Einheiten/Anlagen existieren.

Muss z.B. das Inbetriebnahmedatum nicht korrigiert werden, wenn das Datum des Netzbetreibers nur um einen Tag vom Datum des Anlagenbetreibers abweicht?

Oder muss der Anlagenbetreiber nicht korrigiert werden, wenn nur der Vorname abweicht?

Die Bundesnetzagentur macht keine konkreten Vorgaben für die Genauigkeit, die bei der Netzbetreiberprüfung auf die einzelnen Daten anzuwenden ist. Grundsätzlich sollte der Netzbetreiber immer dann eine Datenkorrektur fordern, wenn der im MaStR hinterlegte Wert nicht den Genauigkeitsanforderungen seiner eigenen Datenhaltung und Verwendung entspricht. Insofern sollte bei Abweichungen der Werte im MaStR entweder eine Übernahme in die eigene Datenhaltung problemlos erfolgen können oder es muss ein Korrekturvorschlag durch den Netzbetreiber erstellt werden.

Wenn im genannten Beispiel “Abweichung beim Inbetriebnahmedatum“ der eine Tag Differenz zu einer anderen Förderhöhe führt, muss in jedem Fall ein Korrekturvorschlag erstellt werden.

Registrierung von größeren Unternehmen

Manche größere Firmen oder Firmenverbünde nehmen gleichzeitig verschiedene Funktionen im Markt wahr. Dann ist es notwendig, mehrere Marktakteure zu registrieren. Oftmals sind dann auch mehrere Mitarbeiter mit unterschiedlichen Berechtigungen für die Datenpflege im MaStR verantwortlich. Beides ist im MaStR problemlos möglich.

Wenn Sie bereits registriert sind, finden Sie auf der Startseite Ihres MaStR-Zugangs eine Liste der registrierten Marktakteure. Rechts oberhalb der Liste können Sie über die Option "Marktakteur erfassen" beliebig viele weitere Marktakteure hinzufügen. Die gleiche Funktion steht auch in der Marktakteursübersicht zur Verfügung, die Sie im Hauptmenü über "Marktakteure" erreichen.

Wenn Sie noch nicht registriert sind, nutzen Sie zunächst einen der beiden Registrierungsassistenten. Sobald Sie den ersten Marktakteur angelegt haben, erscheint die Liste der Marktakteure unterhalb des Assistenten und Sie können diese wie oben beschrieben erweitern.

Hinweis: Wenn Sie von vornherein mehrere Marktakteure registrieren wollen, ist der Assistent für allgemeine Marktakteure besser für Sie geeignet. Die Option der Erweiterung besteht aber auch, wenn Sie den Assistenten für Anlagenbetreiber nutzen. Siehe auch

Öffnen Sie die Detailansicht Ihres MaStR-Zugangs, in dem Sie auf Ihren Benutzernamen in der Kopfleiste des Webportals gehen und "MaStR-Zugang ansehen" auswählen. Auf dem Reiter "Benutzer" steht Ihnen die Funktion "Neuen Benutzer registrieren" zur Verfügung. Sie können dabei wählen, ob der neue Benutzer die gleichen administrativen Rechte haben soll wie Sie oder nicht. Auch Webdienst-Benutzer werden auf diese Weise registriert.

Wenn Sie die Option "Neuen Benutzer registrieren" nicht angezeigt bekommen, haben Sie vermutlich keine administrativen Rechte. Sie können Ihre Benutzerrechte in Ihrem Benutzerprofil einsehen, zu erreichen über Ihren Nutzernamen, der Ihnen im Kopfbereich des Webportals oben rechts angezeigt wird.

Hinweis: Die Benutzer können sich nicht eigenständig registrieren und dann nachträglich Ihrem MaStR-Zugang zugeordnet werden. Jeder Benutzer, der sich selbst registriert, erzeugt einen neuen MaStR-Zugang, dessen Administrator er ist.

Wenn Sie bereits eine Einheit registriert haben, finden Sie auf der Startseite Ihres MaStR-Zugangs eine Liste der registrierten Einheiten. Rechts oberhalb der Liste können Sie über die Option "Einheit erfassen" beliebig viele weitere Einheiten hinzufügen. Die gleiche Funktion steht auch in der Einheitenübersicht zur Verfügung, die Sie im Hauptmenü über "Einheiten" erreichen. Nutzen Sie diesen Weg auch, wenn Sie noch keine Einheiten registriert haben und deshalb die Liste auf der Startseite fehlt.

Hinweis: Wenn Sie als Benutzer mehreren Marktakteuren zugeordnet sind, ist die Option zur Einheiten-Registrierung nur verfügbar, wenn der Anlagenbetreiber als aktiver Marktakteur gewählt ist. Siehe hierzu auch:

Sie als Person sind im MaStR durch Ihr Benutzerkonto repräsentiert. Dieser Benutzer kann auch mehreren verschiedenen Marktakteuren zugeordnet werden. Sie erhalten damit die Berechtigung, für diese Marktakteure Aktionen im MaStR durchzuführen, zum Beispiel Daten des Marktakteurs zu ändern oder Einheiten zu registrieren (für einen Anlagenbetreiber).

Dabei ist aber immer nur ein Marktakteur als der "aktive" Marktakteur ausgewählt, d.h. Ihnen stehen nur die passenden Funktionen für diesen Marktakteur zur Verfügung. Sie sehen den aktiven Marktakteur mit Namen und Marktfunktion unterhalb Ihres Nutzernamens im Kopfbereich des Webportals. Falls Sie einen Aktionsbutton nicht angezeigt bekommen, können Sie so schnell prüfen, ob vielleicht nicht der richtige Marktakteur ausgewählt ist. Um einen anderen Marktakteur zum aktiven Marktakteur zu machen, klicken Sie auf Ihren Nutzernamen und wählen Sie "Marktakteur wechseln".

Bei Umwandlungen oder Umfirmierungen von Marktakteuren ist insbesondere zu klären, ob aufgrund der Änderung ein neuer Marktakteur registriert werden muss oder ob die Daten des bereits registrierten Marktakteurs bearbeitet werden dürfen.

In Kürze erscheint das Handbuch zur Registrierung von Umwandlungen und Umfirmierungen. Es gibt Hinweise, wie bei den verschiedenen Arten vorzugehen ist.

MaStR-Webdienst

Der MaStR-Webdienst ist sogenannte Maschine-zu-Maschine-Schnittstelle. Der Webdienst erlaubten bestimmten registrierten Benutzern, durch andere Software-Systeme automatisiert Daten aus dem MaStR abzufragen oder geänderte Daten zurückzusenden.

Über den Webdienst stehen die gleichen Daten zur Verfügung, die auch im Webportal eingesehen werden können. Dabei gelten natürlich dieselben Regeln zum Schutz vertraulicher Daten.

Siehe auch: Ausführliche Informationen zum Webdienst und

Die Funktionen des Webdienstes sind vor allem für Netzbetreiber gedacht, die ihre Prüfpflichten automatisieren wollen. Hierfür enthält der Webdienst auch schreibende Funktionen, die ausschließlich für Netzbetreiber angeboten werden.

Prinzipiell aber steht die Nutzung der lesenden Datenabrufe des Webdienstes jedem registrierten Benutzer frei. So können zum Beispiel interessierte Bürger oder Organisationen wie Behörden, Universitäten u.ä. Abfragen durchführen, um z.B. Statistiken zu erstellen oder eine Entwicklung über mehrere Jahre zu verfolgen. Voraussetzung sind ausreichende IT-Kenntnisse, um die Abfragen an den Webservice zu programmieren und die Ergebnisse zu verwerten.

Um den Webdienst nutzen zu können, ist ein Benutzerkonto vom Typ "Webdienst" erforderlich. Wenn Sie bereits einen MaStR-Zugang haben, können Sie diesem einen solchen Nutzer hinzufügen (siehe hierzu ). Wenn Sie noch gar nicht im MaStR registriert sind, müssen Sie sich zunächst einen MaStR-Zugang erstellen (siehe hierzu den Abschnitt zur Registrierung auf dieser Seite).

Wenn Sie einen Webdienst-Nutzer erstellt haben, ist diesem ein Webdienst-Key zugewiesen. Dieser muss bei der Benutzung des Webdienstes übermittelt werden, um die Authentifizierung zu ermöglichen.

Für die Nutzung des Webdienstes gilt ein Tageskontingent: Ein registrierter Webdienst-Benutzer kann pro Tag 10.000 Aufrufe an den Webdienst übermitteln. Dies gilt nicht für Webdienst-Benutzer von Netzbetreibern.